One mini A450 - Erster Test (15.07.2008, letztes Update am 06.08.2008)

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PRO CONTRA
  • Preis-/Leistungsverhältnis
  • 10,2" Display mit 1024 x 600 px (entspiegelt)
  • gute Ausstattung
  • gute Tastatur, gutes Touchpad
  • Displaydeckel weit aufklappbar (nahezu 180 Grad)
  • Erweiterbarkeit (RAM und Festplatte hinter Klappe gut zugänglic), 3 x USB
  • Performance -trotz vermeintlich schwacher CPU ist surfen und Office kein Problem
  • läuft rund unter Windows XP home
  • passende Tasche
  • Gewicht (1235 g)
  • geringe Akkukapazität (3 Zellen, 2200mAh, 50Watt)
  • schlechte Lüftersteuerung (mit BIOS-Update "A81X705.ONE" besser geworden)
  • Stereo-Speaker sehr leise und deshalb schlechter Klang
  • LED der Akkuladeanzeige nur bei geöffnetem Deckel sichtbar

Ich habe das Gerät von Brunen IT / One (Weblink) vor wenigen Tagen erhalten und bin insgesamt zufrieden mit dem, was man fuer 349 EUR erhält. Die Verabreitung ist solide und macht keinen billigen Eindruck. Hier spielt das Erscheinungsbild mit dem cremefarbenen Gehäuse (mit einem leichten Metalliceffekt) sicherlich auch eine Rolle. Das Design ist eher konservativ und nicht edel, was mich aber nicht sonderlich stört. Zunächst die technischen Daten:

 
  • Mini-Notebook mit 10,2" Display (1024x600 pixel, entspiegelt), baugleich Great Wall A081 (A81C75HW), Weblink
  • VIA C7-M-ULV 1600/400 (Ultra Low Voltage) Prozessor mit 1.6 GHz, ein Kern, fest eingelötet, Weblink
  • Chipsatz: VIA VX700, Weblink
  • 1024MB DDR2 Speicher
  • 80GB SATA II Festplatte (Toshiba MK8037GSX, 5.400 upm), Weblink
  • WLAN (VIA Solomon VT6655 - 802.11a/b/g PCI Cardbus, Weblink1, Weblink2)
  • 64MB Onboard Grafik (VIA/S3G UniChrom PRO II IGP, shared memory, HDTV, DirectX 7, Weblink1, Weblink2), Direct3d 7,8 und 9 Tests werden erfolgreich absolviert!
  • Anschlüsse: 3x USB 2.0, 1x Mic-in, 1x Kopfhörer, 1x RJ45 (Realtek RTL8139/810x), 1x VGA, 1x DC-in, Weblink
  • 4-in-1 Cardreader, SD/MMC/MS/MS Pro
  • 1,3 Megapixel Webcam
  • inkl. Windows XP Home + Open Office
  • Tasche
  • Kurzanleitung
  • Akku/Netzteil: 3 Zellen, 2200mAh, 50Watt
  • Maße: Höhe: Vorne 3,0 cm / Hinten 3,9 cm; Breite: 25,0 cm; Tiefe: 17,7 cm
  • Gewicht: 1.235 g

Die Performance unter XP home hat mich positiv überrascht und ist gegenüber dem schwächer getakteten EEE PC 900 sogar besser, was vermutlich auch an der Festplatte (gegenüber SSD) liegen dürfte. Das Arbeiten geht mit Standardanwendungen problemlos von der Hand, die Platte ist mit 80 GB großzügig dimensioniert. Das Gerät ist kompakt, das Display ist entspiegelt und gut lesbar, die Tastatur ist gut bedienbar, eine Tasche gehört zum Lieferumfang ebenso dazu wie eine gedruckte Kurzanleitung und eine Treiber-CD (Windows XP). Das RAM-Modul ist ebenso, wie die SATA-Platte hinter einer Klappe gut zugänglich, lediglich zwei kleine Schrauben müssen gelöst werden. Die Webcam benötigt keine separaten Treiber und hat zudem 1.3 Megapixel. Die Schnittstellenausstattung ist mit 3 x USB, Ethernet und VGA-Out, Cardreader, Mic und Kopfhörer/Line-Out üppig.

Kritik gibt es jedoch auch, denn der Dreizellenakku mit 2200 mAh ist einfach nicht zeitgemäß, denn man will mit dem Gerät ja mobil sein. Dafür ist der Akku eindeutig unterdimensioniert. Ich hoffe, dass One bald als Zubehör einen Akku mit höherer Kapazität anbietet! Die Stereo-Lautsprecher sind leider zu klein und haben deshalb einen relativ schlechten Sound. Aber das ist bei Geräten dieser Größe auch schwer zu bewerkstelligen. Für's Skypen reichen diese aber aus. Da Buchsen für Kopfhörer/Line-Out und Mic vorhanden sind, kein wirkliches Problem. Etwas ärgerlich ist, dass SD(HC)- und MS-Karten aus dem Cardreader herausschauen (das ist beim Asus EEE-PC besser gelöst), was aber warsch. aufgrund des durch die 2,5" Festplatte bedingten Platzmangel nicht anders möglich ist.

Tests (wird laufend ergänzt):

  • Openoffice 2.4 läuft prima
  • DVB-T mit der Terratec Cinergy T USB XS war erfolgreich, die Darstellung klappt problemlos und ohne Ruckeln
  • Die CPU-Geschwindigkeit wird offenbar je nach CPU-Auslastung erhöht oder verringert. Im Leerlauf läuft die CPU mit knapp 400 MHz, je nach Belastung auch mit 600, 1200, 1400 und 1600 MHz, das zeigt CPUZ an, wenn man mit dem Notebook arbeitet.

Verbesserungsvorschläge:

  • Akku mit größerer Kapazität
  • bessere Lüftersteuerung (sobald Leistung abgerufen wird dreht der Lüfter schlagartig hoch)
  • Bluetooth serienmäßig
  • Akkuladeanzeige-LED sollte auch bei geschlossenem Display sichtbar sein.
  • Linux-Variante für unter 300 EUR und download der Linux-Distribution für Käufer der Windows-Variante!

Fazit: insgesamt empfehlenswert, zumal One einer der wenigen ist, die auch wirklich liefern können. Die meissten Geräte mit ähnlichen Leistungsdaten sind teurer oder überhaupt noch nicht lieferbar.

Updates:

04./06.08.2008:

Brunen IT / One hat das Linux-Festplattenimage (Ubuntu 8.04 mit Gnome Desktop und proprietärem Treiber für WLAN) für den A450/A440 freigegeben. Es ist hier downloadbar:

http://service.one.de/download/dda450stickimage.gz (1,1 GB!!!)

Das Image muss dann mit DD und GZIP auf einen bootfähigen USB-Stick / SDHC-Karte gespielt werden:

gunzip -dc dda450stickimage.gz | dd of=/dev/zielplatte

Wichtige Anmerkungen:

  • das Image über den obigen Link am besten mit "rechtem Mausklick" / "Ziel speichern unter" herunterladen (z.B. auf einen USB-Stick mit mind. 1.1 GB freiem Speicherplatz).
  • A450 mit Linux-Livesystem von externem (USB-)CD/DVD-Laufwerk / bootfähigem USB-Stick / SD(HC)-Karte booten
  • das Image mit obigem Befehl auf einen bootfähigen USB-Stick oder SDHC-Karte Platte schreiben, der Datenträger darf nicht gemountet sein!
  • Von diesem Datenträger booten. Es meldet sich Clonezilla und das Image wird auf die interne Platte geschrieben. Vorsicht: alle Daten der internen Festplatte werden dabei gelöscht!!!

Nachdem das Clonezilla-Image aufgespielt ist, kann man sich mit dem benutzername nutzer und dem Passwort nutzer anmelden.

So habe ich es gemacht:

  • Image-Datei auf USB-Stick gespeichert
  • Mittels USB-DVD-Laufwerk ein Puppy-Linux gebootet - Weblink
  • Die Festplatte von allen Partitionen befreit ;-)
  • USB-Stick und SDHC-Karte gemountet
  • Das Image mit gunzip -dc /mnt/sda1/dda450stickimage.gz | dd of=/dev/sdb auf eine SDHC-Karte übertragen
  • von der SDHC-Karte gebootet, das (Clonezilla-)Image wird automatisch auf die Platte gespielt
  • Neustart und Anmeldung mit nutzer/nutzer, Erstellen eine neuen Benutzers, Customizing ;-)

Natürlich sind auch andere Wege denkbar, insbesondere wie man das GZIP-File auf das Bootmedium bekommt ;-)

Alle Infos ohne Gewähr und das ganze geht natürlich auf eigene Gefahr!

21.07.2008:

Von EEE PC News - Forum User "flux" (Thomas Schönhütl) gibt es eine schöne Linux-Distribution namens fluxflux, basierend auf PCLinuxOS 2008, welches er für den One mini angepasst hat. Das ganze läuft (von temporären Darstellungsfehlern aufgrund des Openchrome Grafikkartentreibers mal abgesehen), prima. Weblink

Fotos: (allesamt nur mit einer Handycam, ich bitte um Nachsicht)

18.07.2008:

Da ich mich bei meinen Gadgets auch immer brennend für's "Innenleben" interessiere ;-) habe ich die Kiste mal auseinandergenommen. Die Fotos sind nachfolgend abrufbar. Die CPU ist übrigens nicht der große Chip auf dem Mainboard (das ist der Chipsatz VX700!), sondern der kleinere Chip unter der Heatpipe.

16.07.2008:

Benchmarks: Mit Benchmarks ist das immer so eine Sache, insbesondere, weil bei den Mini-Notebooks schwächere CPUs verbaut werden. Gerade der One hat ja eine Stromspar-CPU von VIA, die den Intel-CPUs deutlich überlegen sein sollte. Ich habe mal PCMark05 laufen lassen, hier erzielt der One nur einen CPU-Score von 999, der EEE PC 900 kommt hier auf 1440. Interessanterweise merkt man das bei der Arbeit nicht, denn subjektiv "fühlt" sich der One hier absolut ebenbürtig an.

Systemstart: Beim Systemstart von XP (home) ertönt der Startsound nach handgestoppten 1:05 min, der Desktop ist (mit Hintergrundbild) nach 1:18 min da.

Akkulaufzeit: eine Schwäche des A450. Mit drei Zellen macht man keinen Start. Sie liegt nach einigen Tests 1:15 h (heavy Nutzung mit WLAN und DVB-T!) und 1:50 h (ständiges Arbeiten mit Webbrowsen, email und Office mit LAN-Verbindung). Ich schätze, dass bei diesem Akku max. 2.0 - 2.5 Stunden erreicht werden können, wenn alle Stromspartricks ausgeschöpft werden. Ein Akku mit größerer Kapazität tut hier wirklich Not; eine email-Nachfrage bei Kundenbetreuung & Tech-Support von Brunen IT ergab: es ist (derzeit) kein Zusatzakku mit höherer Kapazität geplant! Da kann man wohl nur auf die asiatischen Zubehöranbieter hoffen...

Linux: ich habe zum Test am 16. Juli openSUSE Linux 11 (auf einer ext. USB-Harddisk mit Bootmanager) installiert. Das klappte, allerdings ist erwartungsgemäß bei Grafik, WLAN, Webcam und Sound noch Nacharbeit erforderlich. Zudem liess sich aus irgendwelchen unerfindlichern Gründen GRUB nicht installieren, ich habe dafür LILO genommen. Der Performance ist gut.

17.08.2008:

Linux: Ebenfalls nachgeschoben habe ich die Installation von Ubuntu 8.04.1. Hierzu habe ich die interne Festplatte allerdings durch eine andere ersetzt und auf diese installiert (ich wollte die Windows-Installation nicht verändern). Zuvor habe ich sicherheitshalber im Installer auf den sicheren Grafikmodus geschaltet. Ergebnis: problemlose Installation des Grundsystems, auch mit GRUB. Soundchip und Cardreader werden korrekt erkannt, die Displayauflösung stimmt allerdings nicht.

Von VIA gibt es speziell für Ubuntu 8.04 und openSuse 11 Unichrome Treiber Sourcen und/oder Treiber (Weblink).

Wünschenswert wäre, wenn Brunen IT eine auf den A450 zugeschnittene Linux-Distribution (auch für die Käufer der Windows-Version) anbieten würde.

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